Das Putzrelief zeigt eine Unterwasserlandschaft mit Fischen und Wasserpflanzen. Es handelt sich nicht um ein aufgemaltes Bild, sondern um eine aufwendig ausgeführte plastische Wandgestaltung.
Die restauratorischen Untersuchungen beschreiben unterschiedlich eingefärbte Mörtel, plastisch bearbeitete Oberflächen, farbige Glaselemente und Vergoldungen. Gerade die Verbindung verschiedener Materialien und Techniken macht das Werk zu einem kunsthandwerklich besonders anspruchsvollen Bestandteil des Ensembles. Die Ausführung setzt ein hohes Maß an Materialkenntnis, handwerklichem Können und künstlerischer Gestaltung voraus.
Die Kunstwerke entstanden im Zusammenhang mit der Bergarbeitersiedlung und spiegeln kulturelle, gesellschaftliche und gestalterische Vorstellungen ihrer Zeit wider. Sie erinnern an die Geschichte des Bergbaus und der Bergarbeitergemeinden, an die Entwicklung der Nachkriegszeit und an die Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum.
Sie sind damit weit mehr als historische Ausstattungsstücke. Als gemeinsam erhaltenes Ensemble sind sie sichtbare Zeugnisse regionaler Geschichte und Bestandteil des kulturellen Gedächtnisses des Mansfelder Landes.